Beide Ansätze können verlässlich sein, wenn Annahmen passen und Kommunikation klar ist. Frequentistische Tests sind etabliert und leicht skalierbar; Bayes liefert intuitive Wahrscheinlichkeiten. Entscheide nach Metrik, Stakeholder-Erwartung und Tooling-Reife und vermeide Dogmatismus, denn robuste Evidenz entsteht aus Transparenz, nicht aus Etiketten.
Sobald mehrere Varianten, Sekundärmetriken oder Segmente ins Spiel kommen, steigt das Fehlerrisiko. Nutze Korrekturen wie Holm-Bonferroni, kontrolliere die False Discovery Rate oder arbeite mit vorregistrierten Analysen. Segmentiere primär hypothesengetrieben und kennzeichne explorative Funde deutlich, damit Entscheidungen nicht auf zufälligen Mustern beruhen.
Berichte nicht nur einen p-Wert, sondern die beste Punktschätzung mit glaubwürdigen Intervallen und praktischer Relevanz. Verdeutliche, welche Bandbreite plausibel ist und ab welcher Schwelle der Effekt wirtschaftlich zählt. So verstehen Teams Unsicherheit, priorisieren smarter und vermeiden kostspielige Überinterpretationen kleiner Schwankungen.